Apple oder Android – der ewige Streit


Wer auf der Suche nach einem neuen Smartphone ist, der stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Betriebssystem. Soll es lieber Android oder iOS sein? Diese Grundsatzentscheidung treibt die Menschen seit Jahren um. Neben der reinen Vorliebe ist das immer mehr auch zu einer Glaubensfrage geworden.

Die optische Aufmachung

Wird das Smartphone entsperrt, ist die Benutzeroberfläche das erste, was zu sehen ist. Dabei hat jedes Betriebssystem seine optischen Eigenheiten. Dennoch zeigen diese sich in der Zwischenzeit nur noch minimal anders. Während Android die Freiheit bietet, die installierten Applikationen frei zu platzieren, gibt Apples iOS ein Raster vor, das starr ist. Ein weiterer großer Unterschied sind die Widgets. Während diese bei Android direkt auf dem Hauptbildschirm platziert und dynamisch angepasst werden können, muss man bei iOS einen separate Extra-Seite aufrufen. Das schränkt den Nutzer von beispielsweise eines Apple iPhone SE 2020 etwas ein, obwohl das Gerät ein wahres Multitalent ist und neben bekannten Funktionen ebenfalls im Online-Bereich viele Vorteile bietet.

iPhone oder Android

Ähnlich zeigt sich die Möglichkeit zur Personalisierung. Android versteht sich prinzipiell als ein Vorschlag, den der Nutzer nach Bedarf anpassen kann. Zudem gibt es diverse „Launcher“, mithilfe dessen sich das Layout, die Schriftart, die App-Symbole und sogar die Statusleiste verändern lässt. Apples iOS hingegen wirkt in diesem Punkt eingeschränkter. Denn es lässt sich lediglich das Hintergrundbild von Sperr- und Startbildschirm verändern. Zudem können Klingeltöne individuell definiert werden. Ebenso ist es möglich, Schnellzugriffe auf den Taschenrechner oder den Wecker festzulegen. Jedoch besteht diese Möglichkeit nicht für Apps, die von Drittanbietern installiert werden. Das gilt ebenfalls für diese 7 Apps für kreative Köpfe.

Diese Freiheit hat selbstverständlich Vor- und Nachteile. Denn auf der einen Seite lässt sich bei iOS das Design zwar nur minimal verändern oder anpassen – dafür findet sich jeder gleich zurecht und der Zugriff gelingt schneller. Der Nachteil ist, dass sich die Oberfläche kaum den individuellen Bedürfnissen entsprechend einstellen lässt, was hingegen ein Vorteil des Android Betriebssystems ist.

Die Bedienung ist somit bei iOS etwas einfacher, da die Nutzeroberfläche deutlich aufgeräumter wirkt. Alle Apps finden sich auf dem Startbildschirm und können bei Bedarf in Ordner sortiert werden. Zudem merkt man Apple an, dass viel Optimierung in die intuitive Bedienung geflossen ist. Denn das System kann schnell bedient werden, ohne das lange gesucht werden müsste.

Android hingegen arbeitet auf zwei Ebenen und setzt neben dem Startbildschirm auf den AppDrawer. In diesem sind alle Apps, im Regelfall alphabetisch, hinterlegt. Von dort aus kann er für die Wichtigsten, Verknüpfungen auf dem Hauptbildschirm anlegen. Auch hier ist es anschließend möglich, Ordner zu definieren, in den die Apps sortiert werden. Die Bedienung zeigt sich dennoch auf iOS intuitiver und schneller. Android hingegen glänzt mit Individualität.

Systemzugriff

Einen großen Pluspunkt bekommt Android aufgrund der Option, sich Root-Zugriff zu verschaffen. Damit hat der Nutzer die Möglichkeit, tief in den Ablauf des Systems einzugreifen. So ist es etwa möglich, fest vorinstallierte Apps zu löschen oder gar alternative Betriebssysteme wie «Carbon» oder «Lineage» zu installieren. Damit gelingt eine komplette Form der Kontrolle. Bei iOS ist das nicht möglich. Dafür glänzt Apple mit mehr Stabilität sowie hoher Sicherheit.