Deswegen klingen Schallplatten so magisch

Obwohl es schon längst Methoden gibt, die in technischer Hinsicht deutlich moderner sind, erfreuen sich Schallplatten nach wie vor enormer Beliebtheit: Liebhaber digitalisieren ihre liebsten Platten und behalten dabei bewusst den charakteristischen Klang bei oder sammeln Platten, was den Charme von Vinyl nochmal unterstreicht. Aber was macht den Klang von Schallplatten eigentlich so magisch?

Die Schallplatte an sich

Die technischen Eigenschaften einer Schallplatte sind überraschenderweise überhaupt nicht optimal: Der Rauschabstand beträgt maximal 40 Dezibel, die Kanaltrennung der beiden Stereokanäle ist ebenfalls mangelhaft und auch Störgeräusche sind keine Seltenheit. Darüber hinaus sind die Platten nicht ewig haltbar, da sie sich durch wiederholtes Abspielen abnutzen. Was den Frequenzbereich betrifft, liegen hier bis zu 100 Kilohertz im Bereich des Möglichen.

Manch einer mag sich nun fragen, warum man sich trotz der suboptimalen Wiedergabeeigenschaften für das Medium Vinyl entscheiden sollte und die Antwort auf diese Frage ist ganz simpel: Weil es darum nicht geht. Die Klangveränderung, die charakteristische Art der Wiedergabe – all das sind Faktoren, die gewollt sind und geschätzt werden. Eine Schallplatte klingt wärmer, was auf die Phasenverschiebungen zwischen den beiden Kanälen zurückzuführen ist. Diese sorgen für das Klangbild, das Liebhaber – nunja – lieben.

Diesen Klang erhält man auch nur durch einen Plattenspieler. Es ist nämlich so, dass diese Verschiebungen in der originalen Aufnahme nicht enthalten sind, weshalb man sie zum Beispiel beim Hören über eine moderne Box nicht hören kann. Diese Tatsache unterstreicht auch, wie wichtig es ist, einen guten Plattenspieler zu besitzen. Nur mit einem entsprechend hochwertigen Modell erhält man den gewünschten Klang. Solche Modelle bekommt man beispielsweise unter fono.de/plattenspieler/pro-ject.

Deswegen klingen Schallplatten so magisch
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Neue Aufnahmen im Vergleich zur Vinyl-Variante

In der Regel werden neue Songs mithilfe von digitalen Quellen produziert. Meistens im 24 Bit / 96 Kilohertz Format. Hier ist es so, dass sogar audiophile Kritiker einen klaren Unterschied zur Vinyl-Variante ausmachen können: Diese klingt oft deutlich wärmer. Das fällt vor allem dann auf, wenn man eine vollkommen analog produzierte Platte mit einer CD aus der damaligen Zeit vergleicht. Die CD wird in diesem Vergleich stets greller und nicht so angenehm, was auf die schlechte Qualität der Digitalwandler und das nicht vorhandene Dithering zurückzuführen ist. Darüber hinaus wird der Klang einer Platte auch durch die Art und Weise, wie sie geschnitten wird, beeinflusst.

Die Lautstärke von Schallplatten

Im Vergleich zu CDs können Schallplatten nur geringere Lautstärken bei gleichbleibender Tonqualität erreichen, was schlichtweg an den physikalischen Gegebenheiten der Platte und des Plattenspielers liegt. Allerdings sollte man es auch im Bereich der möglichen Lautstärke nicht übertreiben, da es sonst zur Verzerrung der Zischlaute kommt, was letztendlich das Klangbild negativ beeinträchtigt.

Auch ein Limiting schafft hier keine Abhilfe – die potenzielle Lautstärke ist und bleibt begrenzt. Auch das Clipping, wie man es oft bei CDs anwendet, beeinträchtigt den Klang der Platte. Das merkt man dann vor allem im direkten Vergleich mit der CD. Daher ist es wichtig, dass die Vinyl-Version einer Aufnahme separat gemastert wird. Somit erhält die Variante den gewünschten warmen Klang, den Liebhaber, die extra zur Vinyl-Version greifen, gerne haben möchten.